Analytics & KPI

Leistungsbericht zu generativer KI

Der Leistungsbericht zu generativer KI ist ein eigener Bericht in der Google Search Console, der ausweist, wie oft Links zu einer Website in den generativen KI-Funktionen der Google-Suche eingeblendet wurden. Er ist vom gewohnten Leistungsbericht getrennt und enthält ausschließlich Impressionen — keine Klicks und keine Suchanfragen.

Google hat den Bericht am 3. Juni 2026 angekündigt, in zwei Varianten: eine für die Google-Suche und eine für Discover. Erfasst werden die Übersichten mit KI und der KI-Modus. Daten aus Experimenten in den Search Labs sind ausdrücklich nicht enthalten, da diese Funktionen sich noch in Entwicklung befinden.

Was der Bericht enthält — und was nicht

Die Trennung ist der Kern des Berichts und zugleich die häufigste Quelle für Missverständnisse. Eine Impression bedeutet hier, dass ein Link zur Website einem Nutzer innerhalb einer generativen KI-Funktion angezeigt wurde. Ob jemand darauf geklickt hat, geht aus dem Bericht nicht hervor.

EnthaltenNicht enthalten
ImpressionenKlicks
Betroffene Seiten (nach finaler URL)Suchanfragen
LänderPosition oder Rangfolge
Geräte (Desktop, Tablet, Mobilgerät)Daten aus den Search Labs
Zeitverlauf (täglich, wöchentlich, monatlich)Nennungen außerhalb von Google

Dass ausgerechnet die Klickspalte fehlt, ist kein Versehen. In einer generierten Antwort ist der Klick nicht mehr die maßgebliche Einheit — ein erheblicher Teil der Wirkung entsteht ohne Seitenbesuch. Dieses Muster wird als Zero-Click-Search beschrieben und war schon vor den generativen Funktionen zu beobachten.

Die zugrundeliegenden Daten bleiben zusätzlich im übergreifenden Leistungsbericht enthalten. Der neue Bericht ist also keine getrennte Datenwelt, sondern ein Filter auf einen Teilbereich.

Warum der Bericht in vielen Properties fehlt

Google stellt den Bericht nach eigener Angabe zunächst nur einer Teilmenge von Websiteinhabern zur Verfügung, um ihn vor der allgemeinen Einführung gründlich zu testen. Die Ankündigung nennt als Startpunkt eine Auswahl von Website-Betreibern im Vereinigten Königreich, bevor die Funktion weltweit ausgerollt wird. Ein Termin für die Ausweitung ist nicht genannt.

Fehlt der Bericht in einer Property, ist das folglich weder ein Konfigurationsfehler noch ein Zeichen mangelnder Sichtbarkeit. Zusätzlich gilt — wie beim Discover-Bericht — dass er erst erscheint, wenn genügend Daten vorliegen. Eine Property mit sehr wenigen Impressionen sieht ihn auch dann nicht, wenn sie technisch berechtigt wäre.

Verhältnis zur Freigabe-Einstellung

Getrennt vom Bericht existiert eine Einstellung, mit der sich Inhalte aus den generativen KI-Funktionen der Google-Suche ausschließen lassen. Die Folge formuliert Google unmissverständlich: Wer die Freigabe entzieht, erhält aus diesen Funktionen weder Zugriffe noch Impressionen. Der Bericht bleibt dann dauerhaft leer — nicht, weil nichts gemessen würde, sondern weil nichts mehr stattfindet.

Die Änderung wirkt nicht sofort. Google nennt ein bis zwei Tage, bis Inhalte aus den betroffenen Funktionen ausgeschlossen sind, in Einzelfällen länger.

Typische Fehler bei der Auslegung

  • Impressionen mit Klicks verrechnen. Beide Größen stammen aus verschiedenen Berichten und messen Verschiedenes. Sie lassen sich nebeneinanderstellen, nicht zusammenzählen.
  • Aus dem Fehlen des Berichts auf fehlende Sichtbarkeit schließen. Der Rollout ist unvollständig; das eine sagt über das andere nichts aus.
  • Den Bericht für vollständig halten. Er deckt Google ab. Nennungen in ChatGPT, Perplexity oder anderen Systemen erscheinen dort nie.
  • Ohne Ausgangswert starten. Wer erst mit dem Bericht beginnt zu messen, hat keinen Vorher-Wert für den Zeitraum davor — und rückwirkende Daten gibt es nicht.
  • Die Freigabe-Einstellung als Schutzmaßnahme deuten. Sie schützt keine Inhalte, sie beendet die Sichtbarkeit in diesen Funktionen.

Häufige Fragen

Warum sehe ich den Bericht in meiner Search Console nicht?

Weil der Rollout noch nicht abgeschlossen ist. Google stellt den Bericht zunächst nur einem Teil der Websiteinhaber zur Verfügung und setzt zusätzlich eine ausreichende Datenmenge voraus. Ein Blick pro Monat im Menü unter „Leistung“ genügt, um die Freischaltung zu bemerken.

Entsprechen die Zahlen dem Traffic aus KI-Antworten?

Nein. Der Bericht weist Impressionen aus, also Einblendungen von Links zur Website innerhalb einer generativen Funktion. Wie viele davon zu einem Besuch geführt haben, ist daraus nicht ablesbar, weil der Bericht keine Klickdaten enthält.

Zeigt der Bericht, für welche Suchanfragen die Seite erschienen ist?

Nein. Als Dimensionen stehen Seiten, Länder, Geräte und Datum zur Verfügung. Suchanfragen gehören nicht dazu. Wer wissen will, bei welchen Fragen eine Website genannt wird, muss dafür eigene Messungen anlegen.

Erfasst der Bericht auch ChatGPT oder Perplexity?

Nein. Er umfasst ausschließlich generative Funktionen der Google-Suche. Für andere Systeme gibt es keinen vergleichbaren Bericht eines Anbieters; dort bleibt nur die eigene wiederholte Abfrage. Die Vorgehensweise dafür beschreibt der Ratgeber KI-Sichtbarkeit messen.

Sind die Daten rückwirkend verfügbar?

Nur so weit, wie der Bericht zurückreicht. Ein offizielles Startdatum der Datenerhebung nennt Google in seiner Dokumentation nicht; in der Praxis reichen die angezeigten Zeiträume bislang nicht weiter zurück als bis Mitte Mai 2026.

Quellen